Handarbeit im Rebberg: Qualität von Wein beginnt draussen
Früh morgens, die Luft noch kühl und das Licht flach über den Hängen von Fläsch, so beginnen bei uns viele Arbeitstage im Rebberg. Kein Lärm, nur das leise Knacken der Schere oder das Rascheln der Blätter. In solchen Momenten wird uns bewusst, warum wir diesen Beruf machen. Und warum guter Wein lange vor dem Keller entsteht. Über uns
Die Rebe will begleitet werden
Ein Rebberg verlangt das ganze Jahr über Aufmerksamkeit. Im Winter beginnt alles mit dem wegweisenden Rebschnitt. Im Frühling brechen wir überzählige Triebe aus, damit die Rebe ihre Kraft auf wenige, kräftige Gescheine konzentrieren kann. Im Sommer folgen die Laubarbeiten rund um die Traubenzone. Die Arbeiten wiederholen sich jedes Jahr und trotzdem ist keine Saison gleich. Jede Rebe wächst anders, jede Parzelle entwickelt sich unterschiedlich. Deshalb gehen wir Reihe für Reihe durch den Rebberg und kümmern uns um jedem Rebstock einzeln. Immer wieder aufs Neue fasziniert uns, was die Natur im Rebberg entstehen lässt.

Klug eingesetzter Maschineneinsatz als Teil der Qualitätsarbeit
Handarbeit heisst für uns nicht, jede Maschine abzulehnen. Es geht darum, sie dort einzusetzen, wo sie einen echten Mehrwert bringt. Die pneumatische Entlaubung ist dafür ein gutes Beispiel: Mit gezieltem Luftdruck werden in der Traubenzone einzelne Blätter und Beeren entfernt. Das führt zu einer lockereren Traubenstruktur und einer besser durchlüfteten Laubwand.
Auf den ersten Blick wirkt das wie ein technisches Detail, hat aber direkte Auswirkungen auf die Qualität. Eine geringere Dichte in der Traube verbessert die Durchlüftung, reduziert Feuchtigkeit im Innern und senkt damit das Risiko von Fäulnis deutlich. Ohne Fäulnis können die Trauben länger am Stock bleiben, was eine bessere Ausreife ermöglicht, ein entscheidender Faktor für die Qualität der Weine.
Maschine und Handarbeit schliessen sich dabei nicht aus. Sie ergänzen sich, wenn klar ist, warum und wofür man sie einsetzt.

Lese: Was in den Keller kommt, entscheidet alles
Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und die Trauben im Rebberg in Fläsch ihre Farbe annehmen, beginnt die intensivste Zeit des Jahres: Die Lese. Bei uns wird von Hand geerntet, bewusst und selektiv. Denn nur gesundes, reifes Traubengut soll in den Keller kommen. Beschädigte Beeren, unreife Partien, Blätter, all das hat in der Maische nichts verloren. Was man hineingibt, bekommt man zurück. Deshalb schauen unsere Erntehelfer genau hin, Traube für Traube. Im Zweifel wird ausgesondert. Das ist keine Perfektion um der Perfektion willen, es ist schlicht Respekt vor der Arbeit, die das ganze Jahr davor steckt.
Wenn ihr unsere Weine kennenlernen möchtet, freuen wir uns, ob beim Besuch vor Ort oder per Bestellung. Unsere Weine entdecken
